Praxisbeispiel · Hausarztpraxis

KI-Telefonassistent in der Hausarztpraxis: über 2.000 Anrufe im Monat – Praxen Lenzburg & Obergösgen (CH)

Zwei Schweizer Hausarztpraxen lassen Rezept-, Überweisungs- und Terminanfragen von einem gemeinsamen KI-Telefonassistenten aufnehmen. Was die Fallstudie aus dem Jahr 2022 berichtet und was VITAS heute kostet.

Veröffentlicht 02.11.2026 · Quelle: VITAS (Fallstudie des Anbieters), 01.08.2022

Steckbrief

Betrieb
Zwei Hausarztpraxen in Lenzburg und Obergösgen (Schweiz), interdisziplinäres Team mit 7 Ärztinnen und Ärzten
Anrufvolumen
rund 75 Anrufe pro Tag, über 2.000 pro Monat in beiden Praxen
Ergebnis
laut Fallstudie 75 % Zeitersparnis bei telefonischen Anfragen
Stand
Fallstudie vom August 2022

Ausgangssituation

  • Die beiden Praxen arbeiten seit Jahren digital, etwa mit Tablets und Online-Kontakt. Nur das Telefon wurde noch komplett von Hand bedient.
  • Rund 75 Anrufe am Tag musste das Team annehmen und bearbeiten – zusätzlich zur ohnehin vollen Patientenversorgung.

Die Lösung

  • Ein KI-Telefonassistent von VITAS nimmt für beide Standorte Routineanliegen auf: Rezepte, Überweisungen und Terminwünsche.
  • Laut Fallstudie versteht der Assistent auch Anrufer, die Schweizerdeutsch sprechen.
  • Die Praxen sind damit auch telefonisch rund um die Uhr erreichbar, ergänzend zu den bestehenden Online-Kanälen.

Der Nutzen

  • Die Fallstudie nennt 75 % Zeitersparnis bei telefonischen Anfragen.
  • Das Team kann sich auf die Behandlung vor Ort konzentrieren; die ruhigere Atmosphäre wird laut Praxis auch von Patienten bemerkt.
  • Patienten erreichen die Praxis telefonisch auch außerhalb der Sprechzeiten.

Herausforderungen

  • Die Fallstudie stammt vom August 2022. Produkt, Sprachtechnik und Preismodell von VITAS haben sich seitdem verändert; die Zahlen beschreiben den damaligen Stand.
  • Die 75 % Zeitersparnis sind eine Angabe von Anbieter bzw. Praxis; wie sie gemessen wurde, ist nicht beschrieben.

„Uns gefällt vor allem, dass wir als Nutzer in die Weiterentwicklung einbezogen werden.“

Dr. med. univ. Gabor Csiky-Strauss, Geschäftsführung & Praxisinhaber, zitiert nach VITAS (Fallstudie des Anbieters)

Learnings für andere Betriebe

  1. Dialekt vorher testenWer in einer Region mit starkem Dialekt arbeitet, sollte im Test gezielt prüfen, ob der Assistent die Anrufer zuverlässig versteht.
  2. Ein Assistent für mehrere StandorteZwei Praxen teilen sich hier einen Assistenten. Bei Verbünden lohnt es sich, Standorte zu bündeln statt pro Praxis einen eigenen Vertrag abzuschließen – vorausgesetzt, Anliegen werden richtig zugeordnet.
  3. Telefon in die digitale Strategie einbeziehenOnline-Termine und Tablets nützen wenig, wenn das Telefon weiter das Nadelöhr bleibt. Der Telefonkanal gehört in dieselbe Planung.

Was kostet das bei diesem Volumen?

2.000 Anrufe im Monat sind bei 3 Minuten je Gespräch rund 6.000 KI-Minuten im Monat – wenn die KI jeden Anruf annimmt. Die günstigsten öffentlichen Tarife bei diesem Volumen (netto, monatliche Zahlung):

AnbieterTarif≈ pro Monat
PraxisConciergeAnrufConcierge Classic Flatrate*149 €
Doctolib KI-TelefonassistentPatientenmanagement Flatrate*192,44 €
VITASPlus≈ 424 €
fertig.aiSelf-Service480 €
LoomiraScale539 €

Berechnet aus unseren Preisdaten (02.11.2026) für 23 Anbieter, die Arztpraxis & MVZ ausdrücklich als Zielgruppe nennen und öffentliche Preise haben – Methodik. * Flatrates: Bei diesem Volumen Fair-Use-Regeln und gleichzeitige Gespräche beim Anbieter prüfen. Bei diesem Volumen lohnt sich fast immer ein individuelles Angebot.

Spezialisten für Arztpraxis & MVZ

Diese Anbieter haben sich ganz auf Arztpraxis & MVZ ausgerichtet – mit Abläufen und Anbindungen für die Branche:

Einstiegspreis netto pro Monat. Bei 6.000 Minuten im Monat: individuelles Angebot anfragen.

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Unsere Einordnung

Die Fallstudie ist von 2022; VITAS rechnet heute nicht nach Minuten, sondern nach Konversationen ab. Laut unseren Daten: Flex 49 € im Monat plus 0,28 € je Konversation, Basic 119 € mit 500 und Plus 299 € mit 1.500 Konversationen (netto, monatlich kündbar, bei Jahreszahlung 18 % günstiger). Zusätzliche Konversationen kosten in Basic und Plus 0,25 €.

Unsere Rechnung für über 2.000 Anrufe im Monat, wenn jeder Anruf eine Konversation ist: Plus (299 €) plus 500 × 0,25 € ≈ 424 € netto im Monat. Ab 2.500 Konversationen bietet VITAS Individualpakete nur auf Anfrage an. Zu beachten: Auch versendete SMS und automatische Rückrufe zählen als Konversation. Mit Minutenpreisen anderer Anbieter ist das nur bedingt vergleichbar; bei vielen kurzen Arztanrufen ist die Abrechnung je Gespräch gut kalkulierbar.

Die Fallstudie wurde vom Anbieter VITAS im August 2022 veröffentlicht; die Zahlen sind Angaben des Anbieters bzw. der Praxen und nicht unabhängig geprüft. Wir haben mit keinem der Beteiligten gesprochen und erhalten von keinem Geld.

Häufige Fragen

Versteht ein KI-Telefonassistent Schweizerdeutsch?

Laut der VITAS-Fallstudie der Praxen Lenzburg und Obergösgen war der Schweizer Dialekt kein Problem. Da die Studie von 2022 stammt, sollte man das mit eigenen Testanrufen prüfen.

Was kostet ein KI-Telefonassistent bei 2.000 Anrufen im Monat?

Bei VITAS nach unserer Rechnung rund 424 € netto im Monat (Plus mit 1.500 Konversationen plus 500 zusätzliche à 0,25 €). Andere Anbieter rechnen nach Minuten ab – der Preisvergleich zeigt die Spanne.

Können sich zwei Arztpraxen einen Telefonassistenten teilen?

Ja, die beiden Schweizer Praxen nutzen laut Fallstudie einen gemeinsamen Assistenten für beide Standorte.

Quelle: „Case Study: Innovatives Praxismanagement – Hausarztpraxen Lenzburg & Obergösgen (CH)“, VITAS (Fallstudie des Anbieters), 01.08.2022 – zum Original ↗. Ergänzend: „Erfolgsgeschichten“, VITAS – ansehen ↗. Zusammenfassung in eigenen Worten; Kosten und Einordnung von KI-Telefonassistent-Anbieter.

Umsetzungsbegleitung

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Die Software ist schnell gebucht – entscheidend ist, dass der Assistent zu Ihren Abläufen passt. Wir begleiten Sie von der Auswahl bis zum produktiven Einsatz.

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