Praxisbeispiel · Autohaus

KI-Telefonassistent im Autohaus: Wie Günther & Schmitt das Chaos an der Telefonzentrale ordnet

Ein Opel-Autohaus mit 62 Mitarbeitern lässt Anrufe, die niemand annehmen kann, von einer KI aufnehmen – 1.500 im Monat, in Spitzen 2.500. Ausgangslage, Nutzen und was dabei zu beachten ist.

Veröffentlicht 02.11.2026 · Quelle: AUTOHAUS, 07.09.2026

Steckbrief

Betrieb
Autohaus Günther & Schmitt, Opel-Händler in Flörsheim und Raunheim, 62 Mitarbeiter, gegründet 1964
Schwerpunkt
Servicegeschäft, Karosserie und Lack, rund 100 Mietfahrzeuge
Anrufvolumen
rund 1.500 Anrufe im Monat über die KI, in der Spitze fast 2.500
Im Einsatz seit
Juni 2026

Ausgangssituation

  • Wegen personeller Engpässe kam die Serviceassistenz am Telefon nicht mehr hinterher: Es klingelte den ganzen Tag, während schon der nächste Kunde am Tresen stand.
  • Die Warteschleifen wurden länger, die Stimmung auf beiden Seiten schlechter – und niemand wusste, wie viele Anrufe tatsächlich verloren gingen.

Die Lösung

  • Nimmt innerhalb einer festgelegten Zeit niemand ab, übernimmt die KI das Gespräch.
  • Sie fragt das Anliegen ab, dokumentiert es und leitet es an die richtige Stelle weiter – Werkstatt, Verkauf oder Teile.
  • WhatsApp und E-Mail laufen über dieselbe Oberfläche.

Der Nutzen

  • Kein Anliegen geht mehr verloren; Kunden haben sofort jemanden am Telefon.
  • Die Mitarbeiter bekommen strukturierte Informationen statt Rückrufzettel.
  • Die Serviceassistenz wird bei Anrufspitzen entlastet – etwa bei der Takata-Rückrufaktion im Sommer, deren Anrufwelle die KI vom übrigen Werkstattgeschäft getrennt hat.
  • Das tatsächliche Anrufvolumen ist erstmals sichtbar – und war größer als gedacht.

Herausforderungen

  • Die KI hilft nur, wenn die Abläufe dahinter stimmen: Wer bearbeitet die aufgenommenen Anliegen, und wie schnell?
  • Der Geschäftsführer betont, dass es nicht darum geht, Menschen zu ersetzen – das muss auch dem Team so vermittelt werden.

„Es geht nicht darum, Menschen zu ersetzen.“

Michael Günther, Geschäftsführer, im Gespräch mit AUTOHAUS, zitiert nach AUTOHAUS

Learnings für andere Betriebe

  1. KI als Überlauf, nicht als ErsatzDie KI springt erst ein, wenn niemand abnimmt. So bleibt der persönliche Kontakt erhalten, und trotzdem geht kein Anruf verloren.
  2. Erst zählen, dann planenViele Autohäuser kennen ihr echtes Anrufvolumen nicht. Die ersten Wochen mit KI liefern diese Zahl – und damit eine Grundlage für Personal- und Serviceplanung.
  3. Anrufwellen gezielt abfangenRückrufaktionen, Reifenwechsel-Saison oder Unwetter erzeugen Spitzen. Ein Assistent, der solche Themen erkennt und getrennt erfasst, schützt das Tagesgeschäft.
  4. Prozesse vor TechnikDas Fazit des Betriebs: Wenn die Abläufe stimmen, hilft die KI enorm. Vor dem Start festlegen, wer welche Anliegen übernimmt.

Was kostet das bei diesem Volumen?

1.500 Anrufe im Monat sind bei 3 Minuten je Gespräch rund 4.500 KI-Minuten im Monat – wenn die KI jeden Anruf annimmt. Die günstigsten öffentlichen Tarife bei diesem Volumen (netto, monatliche Zahlung):

AnbieterTarif≈ pro Monat
fertig.aiSelf-Service360 €
elunos.aiCore467 €
callbert.aiProfessional469 €
fonioTeam494 €
FamulorAgency570,63 €
RUND (ehem. GetCarl) im BeispielIndividuelles Angebotauf Anfrage

Berechnet aus unseren Preisdaten (02.11.2026) für 16 Anbieter, die Autohaus & Werkstatt ausdrücklich als Zielgruppe nennen und öffentliche Preise haben – Methodik. Bei diesem Volumen lohnt sich fast immer ein individuelles Angebot.

Spezialisten für Autohaus & Werkstatt

Diese Anbieter haben sich ganz auf Autohaus & Werkstatt ausgerichtet – mit Abläufen und Anbindungen für die Branche:

Einstiegspreis netto pro Monat. Bei 4.500 Minuten im Monat: individuelles Angebot anfragen.

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Unsere Einordnung

RUND nennt keine öffentlichen Preise; Angebote gibt es nur auf Anfrage, ein kostenloser Test ist möglich. Bei 1.500 Anrufen und rund 3 Minuten je Gespräch fallen etwa 4.500 KI-Minuten im Monat an – die Tabelle unten zeigt, was Anbieter mit öffentlichen Preisen dafür verlangen, die Autohäuser ausdrücklich als Zielgruppe nennen.

Für Autohäuser ist die Anbindung an das Dealer-Management-System (DMS) oft wichtiger als der Preis: Nur dann kann die KI Werkstatttermine wirklich buchen und Reparaturstatus nennen. Das sollte man im Angebot ausdrücklich abfragen.

Grundlage ist ein Bericht der Fachzeitschrift AUTOHAUS; die Zahlen zum Anrufvolumen und zur Rückrufaktion stammen aus der Kundenstory des Anbieters (rund.ai/kundenstories/guenther-schmitt), die sich auf diesen Artikel beruft. Wir haben weder mit dem Autohaus noch mit RUND gesprochen und erhalten von keinem Geld.

Häufige Fragen

Was macht ein KI-Telefonassistent im Autohaus?

Er nimmt Anrufe an, die das Team gerade nicht annehmen kann, fragt das Anliegen ab – Werkstatttermin, Fahrzeuganfrage, Teile, Reparaturstatus – und leitet es strukturiert an die richtige Abteilung weiter.

Wie viele Anrufe hat ein Autohaus im Monat?

Mehr als viele denken: Beim Opel-Händler Günther & Schmitt mit 62 Mitarbeitern sind es rund 1.500 Anrufe im Monat über die KI, in Spitzen fast 2.500.

Ersetzt die KI die Telefonzentrale im Autohaus?

Nicht bei Günther & Schmitt: Die KI springt nur ein, wenn niemand abnimmt. Ziel ist, dass kein Anliegen verloren geht – nicht, Personal abzubauen.

Quelle: Ralph M. Meunzel, „KI-Lösung „Carl“: Wenn das Telefon zum Nadelöhr wird“, AUTOHAUS, 07.09.2026 – zum Original ↗. Zusammenfassung in eigenen Worten; Kosten und Einordnung von KI-Telefonassistent-Anbieter.

Umsetzungsbegleitung

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Die Software ist schnell gebucht – entscheidend ist, dass der Assistent zu Ihren Abläufen passt. Wir begleiten Sie von der Auswahl bis zum produktiven Einsatz.

  • Anbieterauswahl mit Ihren ZahlenAnrufvolumen, Budget, Datenschutz und Funktionen – wir prüfen die Shortlist und testen sie mit echten Anrufszenarien.
  • Einrichtung & IntegrationRufnummer, Telefonanlage, Kalender, CRM und Weiterleitungen – sauber angebunden.
  • Gesprächsdesign & WissensbasisBegrüßung, Fragen, Eskalation an Ihr Team und FAQ-Wissen, abgestimmt auf Ihre Kundschaft.
  • Go-live, Datenschutz & OptimierungAVV, Testphase, Monitoring der Gespräche und Feinschliff in den ersten Wochen.

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