Steckbrief
- Betrieb
- Enders Gruppe, Händlergruppe mit 21 Autohäusern und über 1.000 Mitarbeitern (u. a. BMW, MINI, Renault, Kia, Ferrari), Schwerpunkt Hessen
- Pilot
- ein Standort mit 147 Mitarbeitern; inzwischen an der Hälfte der Standorte im Einsatz
- Volumen (1 Monat, 1 Standort)
- über 5.500 Minuten Telefonzeit, über 500 Termine gebucht oder storniert, über 700 Weiterleitungen, über 1.000 notierte Rückrufe
- Einführung
- unter drei Wochen; rund 8 Stunden Aufwand beim Autohaus
Ausgangssituation
- Bei hohem Anrufaufkommen und Lastspitzen fing die Gruppe den Überlauf mit einem externen Callcenter ab.
- Diese Lösung sollte modernisiert werden: Anliegen sollten nicht nur notiert, sondern möglichst direkt gelöst werden, etwa durch eine Terminbuchung.
- Auf FlowLyne kam die Gruppe durch die Empfehlung eines anderen BMW-Händlers.
Die Lösung
- Gestartet wurde mit einem Pilot an einem Standort. In einem einstündigen Gespräch legten Enders und der Anbieter fest, wie die KI mit den verschiedenen Anliegen und der Terminbuchung umgehen soll.
- Der Anbieter übernahm die Anbindung an das bestehende Werkstatt-Buchungssystem und die Konfiguration; das Team testete die KI vor dem Start intern.
- Über ein Onlineportal sieht das Team alle Anrufe und verwaltet offene Aufgaben per Status.
Der Nutzen
- Im ersten Monat übernahm die KI am Pilotstandort über 5.500 Minuten Telefonzeit.
- Über 500 Termine wurden selbstständig gebucht oder storniert – laut Anbieter 30 % aller Buchungen; über 700 Anrufe gingen an die richtige Abteilung, über 1.000 Rückrufe wurden vorqualifiziert.
- Im Vergleich zum Callcenter sanken die Kosten laut Anbieter um mehr als 50 %.
- Die KI bot bei Terminen aktiv ein Räder-Premiumpaket an; dessen Absatz stieg laut Anbieter um 104 % gegenüber dem Vorjahr.
Herausforderungen
- Die Kosten des früheren Callcenters nennt die Fallstudie nicht – die Einsparung von über 50 % lässt sich daher nicht nachrechnen.
- Die Umsatzsteigerung beim Räderpaket wird mit dem Vorjahr verglichen; andere Einflüsse auf den Absatz sind nicht ausgeschlossen.
- Auch mit geringem Aufwand für das Autohaus brauchte es eine Abstimmung zur Gesprächslogik, eine Testphase und die Integration ins Buchungssystem.
Learnings für andere Betriebe
- Callcenter-Kosten als VergleichsmaßstabWer bereits ein externes Callcenter bezahlt, hat eine klare Messlatte. Die eigenen Callcenter-Kosten den Minutenkosten einer KI gegenüberstellen.
- Pilot an einem StandortEin Monat an einem Standort lieferte genug Zahlen für die Entscheidung zum Rollout. Das begrenzt Risiko und Aufwand.
- Die KI kann auch verkaufenEine KI, die bei der Terminbuchung Zusatzleistungen anbietet, wird vom Kostenfaktor zur Umsatzquelle. Das sollte aber zurückhaltend eingesetzt und beobachtet werden.
- Integration übernimmt der AnbieterBei Enders hat der Anbieter die Anbindung an das Buchungssystem erledigt. Diese Leistung und ihre Kosten sollte man im Angebot ausdrücklich klären.
Was kostet das bei diesem Volumen?
Laut Bericht sind es rund 5.500 Gesprächsminuten im Monat. Die günstigsten öffentlichen Tarife bei diesem Volumen (netto, monatliche Zahlung):
| Anbieter | Tarif | ≈ pro Monat |
|---|---|---|
| Self-Service | 440 € | |
| Professional | 569 € | |
| Core | 587 € | |
| Enterprise | 599 € | |
| Team | 644 € | |
| Flex | 2.750 € |
Berechnet aus unseren Preisdaten (02.11.2026) für 16 Anbieter, die Autohaus & Werkstatt ausdrücklich als Zielgruppe nennen und öffentliche Preise haben – Methodik. Bei diesem Volumen lohnt sich fast immer ein individuelles Angebot.
Spezialisten für Autohaus & Werkstatt
Diese Anbieter haben sich ganz auf Autohaus & Werkstatt ausgerichtet – mit Abläufen und Anbindungen für die Branche:
Einstiegspreis netto pro Monat. Bei 5.500 Minuten im Monat: individuelles Angebot anfragen.
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Unsere Einordnung
FlowLyne rechnet ohne Abo und ohne Mindestlaufzeit per Prepaid-Guthaben nach Minuten ab, sekundengenau. Im Tarif Flex kostet die Minute 0,50 € netto, weitergeleitete Anrufe 0,10 € je Minute; gleichzeitig sind bis zu 5 Anrufe möglich. Für die rund 5.500 Minuten des Pilotstandorts ergäben sich damit etwa 2.750 € netto im Monat (unsere Rechnung, ohne Weiterleitungsminuten).
Ab 2.000 Minuten im Monat gibt es den Enterprise-Tarif mit Minutenpreisen ab 0,30 € je nach Volumen, mehr als 5 parallelen Anrufen und Anbindung an interne Systeme – bei 5.500 Minuten also ab etwa 1.650 € netto (unsere Rechnung, tatsächlicher Preis auf Anfrage). Zu beachten: Aufgeladenes Guthaben verfällt nach zwölf Monaten.
Die Fallstudie wurde vom Anbieter FlowLyne veröffentlicht; die Zahlen sind Angaben des Anbieters bzw. des Kunden und nicht unabhängig geprüft. Wir haben mit keinem der Beteiligten gesprochen und erhalten von keinem Geld.
Häufige Fragen
Ist ein KI-Telefonassistent günstiger als ein Callcenter?
Bei der Enders Gruppe sanken die Kosten laut Anbieter um mehr als 50 %. Nach unseren Preisdaten kosten 5.500 Minuten bei FlowLyne etwa 1.650 bis 2.750 € netto im Monat, je nach Tarif.
Wie viele Minuten telefoniert ein großes Autohaus im Monat?
Am Pilotstandort der Enders Gruppe mit 147 Mitarbeitern übernahm die KI in einem Monat über 5.500 Minuten Telefonzeit.
Kann eine Telefon-KI im Autohaus Termine buchen?
Ja, wenn sie an das Werkstatt-Buchungssystem angebunden ist. Bei Enders buchte oder stornierte die KI in einem Monat über 500 Termine, laut Anbieter 30 % aller Buchungen.
Quelle: „Erfolgsgeschichten Enders Gruppe“, FlowLyne – zum Original ↗. Zusammenfassung in eigenen Worten; Kosten und Einordnung von KI-Telefonassistent-Anbieter.