Praxisbeispiel · Zahnarztpraxis (Implantologie)

KI-Telefonassistent in der Zahnarztpraxis: über 500 Anrufe im Monat per KI – Bieberdent Offenbach

Eine implantologische Zahnarztpraxis in Offenbach lässt Terminanrufe von der KI-Rezeptionistin Luna erledigen, damit das Empfangsteam sich um die Patienten vor Ort kümmern kann. Was sich geändert hat und was dabei zu beachten ist.

Veröffentlicht 02.11.2026 · Quelle: praxipal

Steckbrief

Betrieb
Bieberdent Zahnärzte, Offenbach bei Frankfurt; 3 Zahnärzte, rund 15 Mitarbeitende, eigenes Praxislabor
Praxissoftware
charly by Solutio
Anrufvolumen
mehr als 500 Anrufe pro Monat über Luna, über 40 Terminaktionen pro Woche
Im Einsatz seit
März 2026

Ausgangssituation

  • Das Telefon klingelte ständig und holte das Empfangsteam immer wieder aus der Betreuung der Patienten am Tresen.
  • Routineanliegen wie Verschiebungen und Absagen banden viel Zeit, die eigentlich den Patienten in der Praxis zugutekommen sollte.

Die Lösung

  • Luna wurde in mehreren Online-Terminen auf die Regeln der Praxis für die Terminvergabe eingestellt; zwischen erstem Kontakt und Start lagen rund zwei Monate.
  • Die KI vereinbart, verschiebt und storniert Termine und nimmt außerhalb der Sprechzeiten Nachrichten auf.
  • Wer lieber mit einem Menschen spricht, wird direkt an das Team weitergeleitet.

Der Nutzen

  • Das Empfangsteam wird spürbar entlastet und kann sich auf die Patienten vor Ort konzentrieren.
  • Laut Anbieter bucht Luna pro Woche rund fünf neue Prophylaxe-Termine (PZR) und führt über 40 Terminaktionen aus.
  • Nach Einschätzung des Praxisinhabers gleichen die gewonnene Zeit und der bessere Service die monatlichen Kosten aus.

Herausforderungen

  • Ein Teil der älteren Patienten reagiert anfangs zurückhaltend; die Weiterleitung zum Team muss deshalb immer möglich bleiben.
  • Die Einrichtung ist individuell und braucht Abstimmung zu Terminarten und Abläufen – kein Produkt, das man an einem Nachmittag einschaltet.
  • Die Kennzahlen stammen vom Anbieter und sind nicht unabhängig geprüft.

„Luna ist kein Produkt von der Stange“

David Nadas, Praxisinhaber, im Erfahrungsbericht von praxipal, zitiert nach praxipal

Learnings für andere Betriebe

  1. Regeln der Terminvergabe vorher klärenJe genauer die Praxis festlegt, welche Terminarten die KI wann vergeben darf, desto weniger Nacharbeit entsteht später.
  2. Menschlichen Ausweg einbauenPatienten, die nicht mit einer KI sprechen wollen, sollten sofort jemanden erreichen. Das senkt Widerstände in der Einführungsphase.
  3. Nutzen nicht nur in Euro messenDie Praxis bewertet die KI vor allem daran, wie viel ruhiger der Empfang arbeitet – ein Kriterium, das man vor dem Start gemeinsam mit dem Team festlegen sollte.

Was kostet das bei diesem Volumen?

500 Anrufe im Monat sind bei 3 Minuten je Gespräch rund 1.500 KI-Minuten im Monat – wenn die KI jeden Anruf annimmt. Die günstigsten öffentlichen Tarife bei diesem Volumen (netto, monatliche Zahlung):

AnbieterTarif≈ pro Monat
HallodeskPro≈ 129 €
elunos.aiStarter194 €
fonioSolo194 €
TelfoErweitert199 €
ZeegPaket M239 €
Luna (Praxipal) im BeispielIndividuelles Angebotauf Anfrage

Berechnet aus unseren Preisdaten (02.11.2026) für 8 Anbieter, die Zahnarztpraxis ausdrücklich als Zielgruppe nennen und öffentliche Preise haben – Methodik. Bei diesem Volumen lohnt sich fast immer ein individuelles Angebot.

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Unsere Einordnung

praxipal veröffentlicht keine Preise für Luna; Angebote gibt es nach einem Beratungstermin. Laut Anbieter startet Luna mit einer dreimonatigen Probezeit ohne direkte Vertragsbindung. Bei rund 500 Anrufen und unserer Standardannahme von 3 Minuten je Gespräch ergeben sich grob 1.500 KI-Minuten im Monat (eigene Rechnung) – die Tabelle unten zeigt, was Anbieter mit öffentlichen Preisen dafür verlangen.

Für Zahnarztpraxen entscheidet die Anbindung an das Praxisverwaltungssystem über den Nutzen: Nur dann kann die KI Termine wirklich buchen und verschieben. Wer charly, ivoris oder eine andere PVS nutzt, sollte die Schnittstelle im Angebot ausdrücklich bestätigen lassen.

Der Erfahrungsbericht wurde vom Anbieter praxipal veröffentlicht; die Zahlen sind Angaben des Anbieters bzw. der Praxis und nicht unabhängig geprüft. Wir haben mit keinem der Beteiligten gesprochen und erhalten von keinem Geld.

Häufige Fragen

Kann ein KI-Telefonassistent in der Zahnarztpraxis Termine verschieben?

Ja, wenn er an die Praxissoftware angebunden ist. Bei Bieberdent übernimmt Luna Terminvereinbarungen, Verschiebungen und Absagen direkt über die Anbindung an charly.

Wie reagieren ältere Patienten auf eine KI am Praxistelefon?

Unterschiedlich: Technikaffine Patienten nehmen die KI gut an, einzelne ältere sind zunächst zurückhaltend. In dieser Praxis werden sie auf Wunsch direkt zum Team durchgestellt.

Was kostet die KI-Rezeptionistin Luna?

praxipal nennt keine öffentlichen Preise; der Preis wird im Beratungsgespräch festgelegt. Laut Anbieter gibt es eine dreimonatige Probezeit ohne direkte Vertragsbindung.

Quelle: „Erfahrungsbericht - Zahnarztpraxis Bieberdent“, praxipal – zum Original ↗. Zusammenfassung in eigenen Worten; Kosten und Einordnung von KI-Telefonassistent-Anbieter.

Umsetzungsbegleitung

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Die Software ist schnell gebucht – entscheidend ist, dass der Assistent zu Ihren Abläufen passt. Wir begleiten Sie von der Auswahl bis zum produktiven Einsatz.

  • Anbieterauswahl mit Ihren ZahlenAnrufvolumen, Budget, Datenschutz und Funktionen – wir prüfen die Shortlist und testen sie mit echten Anrufszenarien.
  • Einrichtung & IntegrationRufnummer, Telefonanlage, Kalender, CRM und Weiterleitungen – sauber angebunden.
  • Gesprächsdesign & WissensbasisBegrüßung, Fragen, Eskalation an Ihr Team und FAQ-Wissen, abgestimmt auf Ihre Kundschaft.
  • Go-live, Datenschutz & OptimierungAVV, Testphase, Monitoring der Gespräche und Feinschliff in den ersten Wochen.

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