Steckbrief
- Betrieb
- Seitz-Gruppe, Autohausgruppe (VW, Audi, Skoda, SEAT, Cupra, Porsche)
- Einsatzbereich
- Zentrale Termindisposition; eigene Aufgabenlogik für Porsche
- Ergebnis
- Rund 95 % weniger Klärungsrückrufe, verbleibende Gespräche rund 30 % kürzer
- Ausblick
- Rollout auf rund 30 Niederlassungen geplant
Ausgangssituation
- Der Leiter Prozessmanagement, Christopher Geyer, arbeitet selbst viel mit KI und wollte den Telefonassistenten nicht vom Anbieter einrichten lassen, sondern selbst nach den eigenen Abläufen aufbauen.
- Änderungen sollten ohne Wartezeit auf den Anbieter möglich sein – und der Assistent trotzdem vom ersten Tag an standardisiert laufen.
Die Lösung
- Gestartet wurde mit der zentralen Termindisposition.
- Für Porsche legte Seitz eine eigene Aufgabenlogik an; für Service, Räderwechsel und Reparatur nutzt die Gruppe die Standardlogik des Anbieters.
- Der Assistent nimmt das Anliegen schon im ersten Gespräch vollständig auf.
Der Nutzen
- Rückrufe, in denen das Team erst klären musste, worum es geht, sind laut Anbieter um rund 95 % zurückgegangen.
- Die Rückrufe, die noch nötig sind, dauern rund 30 % kürzer.
- Die Gruppe plant, den Assistenten in den kommenden Monaten auf alle rund 30 Niederlassungen auszurollen.
Herausforderungen
- Selbst konfigurieren setzt Know-how im eigenen Haus voraus – hier ein Prozessverantwortlicher mit KI-Erfahrung. Kleinere Betriebe ohne diese Rolle brauchen mehr Unterstützung.
- Die Prozentwerte stammen vom Anbieter; wie und über welchen Zeitraum gemessen wurde, nennt die Kundenstory nicht.
„Ich wollte ein System, das ich selbst nach unseren Anforderungen aufbauen kann“
Christopher Geyer, Leiter Prozessmanagement Seitz-Gruppe, in der Kundenstory von RUND, zitiert nach RUND (ehem. GetCarl)
Learnings für andere Betriebe
- Vollständige Aufnahme spart RückrufeDer größte Effekt entsteht nicht beim Annehmen, sondern danach: Wenn Fahrzeug, Anliegen und Wunschtermin vollständig erfasst sind, entfällt der Klärungsanruf.
- Standardlogik plus SonderfälleSeitz nutzt für die meisten Themen die vorgefertigte Logik und baut nur für eine Marke eigene Regeln. So bleibt der Pflegeaufwand überschaubar.
- Selbst konfigurierbar ist ein AuswahlkriteriumWer seine Abläufe häufig anpasst, sollte vor der Auswahl prüfen, ob er Gesprächslogik und Aufgaben selbst ändern kann oder dafür jedes Mal den Anbieter braucht.
Unsere Einordnung
RUND nennt keine öffentlichen Preise; Angebote gibt es nur auf Anfrage, ein kostenloser Test wird angeboten. Ein Anrufvolumen nennt die Kundenstory nicht, eine Kostenschätzung ist daher nicht möglich.
Bei einem geplanten Rollout auf rund 30 Niederlassungen sind Staffelpreise, Preise je Standort und die Frage, ob Konfigurationen zwischen Standorten übertragen werden können, wichtiger als ein Einzelpreis. Die Tabelle unten zeigt, was Anbieter mit öffentlichen Preisen bei größeren Minutenvolumen verlangen.
Die Fallstudie wurde vom Anbieter RUND (ehem. GetCarl) veröffentlicht; die Zahlen sind Angaben des Anbieters bzw. des Kunden und nicht unabhängig geprüft. Wir haben mit keinem der Beteiligten gesprochen und erhalten von keinem Geld.
Häufige Fragen
Kann man einen KI-Telefonassistenten im Autohaus selbst konfigurieren?
Bei der Seitz-Gruppe ja: Der Leiter Prozessmanagement hat eigene Aufgabenlogiken angelegt, etwa für Porsche, und nutzt für Standardthemen die Vorlagen des Anbieters.
Warum sinken mit KI die Rückrufe im Autohaus?
Weil der Assistent das Anliegen im ersten Gespräch vollständig aufnimmt. Bei Seitz gingen dadurch laut Anbieter die Klärungsrückrufe um rund 95 % zurück.
Quelle: „Seitz-Gruppe: Kundenstory“, RUND (ehem. GetCarl) – zum Original ↗. Zusammenfassung in eigenen Worten; Kosten und Einordnung von KI-Telefonassistent-Anbieter.